Andreas K
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GPS rangefinder - 13/04/2010 23:04
Zuerst einmal ... toll das es ein Forum gibt. Zeigt mal wieder wie fortschrittlich unser Club ist.
Leider ist das aus meiner Sicht nicht immer so. Konkret geht es um die Benutzung von auf GPS basierenden Entfernungsanzeiger oder in Neudeutsch GPS rangefinder.
Wie ich am Wochenende erfahren habe, ist es in unserm Club verboten diese Geräte in vorgabenwirksamen Runden zu verwenden.
Wieso? Keine Ahnung. Vielleicht ist es das:
"Eine teuflische Wunderwaffe, die einen unfairen Vorteil für die Spieler verschafft die zu blöd zum schätzen sind?"
Na, das wird es wohl nicht sein. Also suchen wir mal nach etwas ernsthafteren Argumenten (nur etwas, die richtigen Guten kommen dann wohl noch in den nächsten Beiträgen).
"Keine Ahnung was die Dinger machen, sind die nicht unfair?"
GPS rangefinder zeigen dir auf jedem Punkt des Platzes die Entfernung zu Hindernissen und zum Grün an. So wie den Profis ein Caddie ins Ohr flüstert wie weit es ist. Leider sagt es einen nicht wie der Wind den Ballflug beeinflusst oder welchen Schläger man nehmen soll. Die Tasche trägt es auch nicht oder gibt wertvolle taktische Tips. Nur die Entfernung und Schluss. Ein Profi hat also weit mehr Unterstützung als wir.
"Man muss den Platz halt kennen"
Das stimmt. Wenn ich mit unseren alten Hasen über den Platz ziehe, können sie mir so ziemlich von jeder Stelle sagen, wie weit es wohin ist. Noch 10 Jahre dann kann ich das sicherlich auch. Aber ist das nicht unfair? Wie bekomme ich denn Spieler von anderen Clubs in die Turniere (Greenfee! Gut für die Clubkasse!!!), wenn diese von Beginn an mit einem Nachteil starten?
"Es hat ja nicht jeder einen Skycaddie."
Stimmt auch. Es hat ja auch nicht jeder einen Ping Raptor V2 Driver (den hätte ich gern, ist aber sauteuer) oder Zeit und Geld sich dutzende Pro Stunden zu buchen.
So, mehr fällt mir nicht ein. Ich freue mich aber über Beiträge, die mich erleuchten.
Bis dahin, schlagen ich ab und zu ein perfektes siebener Eisen Richtung Grün und ärgere mich, dass der Ball im Bunker landet, weil ich nicht wusste wie weit es bis zum Kurzgemähten ist.
Ach ja, man spielt schneller mit GPS rangefinder. Keine Markierung suchen, Distanzen abschreiten oder der Probeschwung extra, weil man noch unsicher ist. Mir ist das nicht wichtig aber vielleicht den Golfern, die immer hinter mir drängeln  
Beitrag geändert von: Andreas K, am: 13/04/2010 23:05
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Paddy
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Re:GPS rangefinder - 14/04/2010 13:38
Hallo Andreas,
es gibt mehrer Gründe, warum die GPS-Geräte bei Turnieren verboten sind.
Zu erst einmal ist es eine gute Waffe. Ich kenne zwar den Platz gut, aber an sich hätte ich nochmal einen größeren Vorteil, wenn ich wüsste wie weit ich genau schlagen muss. Außerdem kann mir das Gerät den Wind mit anzeigen.
Das nicht jeder eins hat, ist mir klar. Ist auch nicht unser Hauptargument. Trotzdem würde ein Gast der eine GPS-Gerät hat ,Vorteile gegenüber einem Gast ohne Gerät haben. Für mich Unfair.
Für mich als Jugendlicher ist es eh generell bei Jugendturnieren verboten (Entscheidung vom GVN
Das Hauptargument ist meines Erachtens der Zeitfaktor. Einige haben das Gerät schon selbst benutzt oder haben einen Flightpartner im Spiel gehabt. Dabei ist immer auf gefallen, dass sich die Spieler sehr auf das Gerät konzentriert haben und teilweise auch minutenlang irgendwelche Einstellungen vorgenommen haben. Dieser Zeitfaktor ist störend. Da die Turniere bei uns sowieso immer so lange dauern, würde dies das Zeitlimit sprengen!
Liebe Grüße Paddy
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Andreas K
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Re:GPS rangefinder - 14/04/2010 22:15
Hi Paddy,
danke für deine Meinung. Hier die Antwort:
Es geht um GPS rangefinder. Die können keinen Wind messen.
Es gibt Apps für Geräte wie zum Beispiel das I Phone die Wind messen können. Das geht über das Mikrofon. Es misst die Windlautstärke und ermittelt daraus die Geschwindigkeit und Richtung. Soll sogar funktionieren. Ob es besser ist als ein bisschen Gras in die Luft zu werfen muss noch bewiesen werden. 
Es gibt eine Regel von der USGA und R&A die besagt, dass nur Distanzmessungen erlaubt sind (Siehe Appendix 1, Ziffer 9 (R&A) oder die Anmerkung zur Regel 14.3, siehe auch Seite 189 in den Deutschen Golfregeln). Also kein Wind, Temperatur oder Höhenunterschiede. Es steht dem jeweiligen Golfclub frei den Text in einer lokalen Regel umzusetzen.
Wo wir gerade bei den Regeln sind. Ich darf Entfernungen erfragen (siehe Erklärung zur "Belehrung"), ist es da nicht konsequent dass es egal ist, wen oder was ich frage?
Was die Spielzeit betrifft, schade das deine persönlichen Erfahrungen so negativ ist. Etwas objektiver sind wohl Test, die in der USA mit Hunderten von Golfern gemacht wurden. Diese ergaben eine Zeitersparnis von 20-30 Minuten auf einer 18 Loch Runde, wenn man einen Rangefinder benutzt. Man muss nämlich, außer einschalten, gar nichts machen. Das Gerät erkennt in der Regel auf welcher Spielbahn du dich befindest und gibt dir automatisch die Entfernung zum Grün oder zu Hindernissen an.
Viele Grüße
Andreas
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Paddy
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Re:GPS rangefinder - 15/04/2010 23:17
Guten Abend,
Diese Amerikanische Statistik würde ich nicht zu überbewerten. Zum einen sind Amerikaner eh keine Deutschen. Das andere ist, das man keiner Statistik trauen sollte , die man nciht selbst gefälscht hat^^.
Also erstmal wird die Regel so bleiben. Sollten sie die Meinungen innerhalb des Turnierausschusses ändern, wird es eine Regeländerung geben. Äußern sich natürlich nochmehr Leute diesbezüglich, könnte man die Regeländerung auch schneller machen.
Eine Sache noch. Es fällt mir schwer zu erkenne, was ein Gerät kann und was nicht. Ich kenne Leute, die ein Gerät haben, dass auch WInd mit anzeigt. Deswegen könnte man mich als Mitspieler hintergehen und dieses Wissen vorteilhaft nutzen.
Bei einer Frage, bekomme ich wenigstens mit, dass ein Mitspieler oder ich gefragt werden.
LG Paddy
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Andreas K
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Re:GPS rangefinder - 20/04/2010 21:44
Hallo Paddy,
„Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ Wow, jetzt zitierst du schon Winston Churchill. Schwere Geschütze! Ist übrigens gar nicht sicher, dass Churchill es wirklich gesagt hat. Angedichtet hat es Ihm ein Deutscher.
Aber lassen wir die Statistik ruhig weg. Dann es ist es eben meine persönlich Erfahrung und Beobachtung, dass es man mit einem GPS-Rangefinder schneller spielt. Und es macht viel mehr Spaß, weil gute Schläge belohnt werden.
Was hast du denn gegen US Amerikaner? Aus meiner Erfahrung nehmen es die mit der Ehrlichkeit sehr genau. Honor code usw. Oder meinst du das amerikanische Golfspiel? Was soll denn da der Unterschied sein? Das Handicap System finde ich übrigens bei den Amerikanern gerechter als hier. Vielleicht ein gutes Thema für eine weitere Regeldiskussion.
Genug abgeschweift, zurück zu deinem Beitrag. Kannst du erkennen, ob jemand einen Regel konformen Schläger benutzt? Ist der Driverkopf doch ein paar ccm größer als erlaubt? Hat der Schaft eine erlaubte Neigung? Ist der Ball auf der Liste der erlaubten Bälle? Wenn es jemand drauf anlegt, dann kann er betrügen. Dazu bracht er oder sie kein elektronisches Equipment. Einen Ball finden der "verloren" war. Ups, wohl ein Loch in der Tasche, oder das berühmte Fuß-Wedge. Wir betreiben einen Sport bei dem Ehrlich so sehr zum Spiel gehört wie alles andere. Wer betrügt, betrügt als erstes sich selbst. Also, warum nicht ein bisschen Vertrauen in die Golfer? Am besten in die Deutschen und Amerikanischen.
Jetzt bin ich mal dran mit Zitaten. Lies doch mal nach auf
http://www.golfclub-wilhelmshaven.de/presse/satellitengest-tztes-golfspiel-in-mennhausen.html
Ja, genau! Die eigene Club Homepage. Da steht das es sich wohl lohnen könnte einen Rangefinder zu kaufen. Na, vielen Dank! Kaufen ja, benutzen nein. Toll. Warum lassen wir denn unseren Platz vermessen?
In einer Sache gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Es sollten sich ruhig mal Andere äußern. Egal in welche Richtung. Nach den Hits zu urteilen schauen sich ja genug die Beiträge an. Na los, nicht schreibfaul sein! Paddy und ich freuen uns über jeden Beitrag.
Ist mir immer eine Freude mit dir zu diskutieren Paddy.
Noch einen schönen Abend.
Andreas
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Paddy
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Re:GPS rangefinder - 21/04/2010 14:36
Hey Andreas,
deine Argumentation ist gut ^^. Auch wenn du der einzige bist, der hier schreibt, macht es mir auch spaß.
Ich kenne das amerikanische System nicht so gut. Ich weiß nur, dass Privatrunden zum Handicap zählen. Diesen Punkt finde ich komisch. Da müssen doch total viele Leute schummeln, oder?
Das mit den Regeln wurde meines Erachtens vor allem für die Pros eingeführt und dann einfach auf die Amateure angepasst. Ich glaube außerdem, dass die meisten, die Schummel auch im Leben schummeln und gar kein schlechtes gewissen mehr haben.
Den Link hab ich schon gesehen. Das zeigt doch nur, dass der Club aus vielen einzelnen Teilen besteht. Das mit dem Link kommt sicher vom Vorstand und das Verbot kommt vom Turnierausschuss.
Fang doch einfach mal im Turnierausschuss an, dann kannst du auch den Stein wieder ins Rollen bringen.
Hoffe jetzt mal auf rege Beteiligung!
Paddy
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